Windpark Redlin nimmt Gestalt an

Nach mehr als 5-jähriger Vorbereitungs- und Planungszeit, in deren Verlauf immer wieder neue Varianten ins Spiel gebracht wurden, zeichnen sich jetzt die endgültigen Strukturen des Windparkes ab. Freundlicherweise hat der Investor - der in Bremen ansässige Windparkentwickler wpd - in unserem Amtsblatt vom 3. März 2017 über das aktuelle Baugeschehen und die weitere Terminplanung informiert. Für unsere Gemeinde sind folgende Sachverhalte wichtig: -Die jetzt zu errichtenden 10 Windenergieanlagen (WEA) der 3 MW-Klasse sind ausschließlich für die Geschäftstätigkeit der wpd vorgesehen. Es handelt sich dabei um Anlagen vom Typ E 101 mit einer Nabenhöhe von 135m und einer Gesamthöhe von 186m. Dieser Typ wird seit 2011 ausgeliefert und ist speziell für moderate Windstandorte ausgelegt. Da nunmehr endgültige Klarheit über die benötigten Flächen für das Baustraßennetz und die einzelnen Anlagen besteht, können auch die Verpachtungsverträge mit den jeweiligen Landbesitzern zum Abschluss gebracht werden. -Im Rahmen eines gesonderten Genehmigungsverfahrens soll im äußersten Nordwesten des Eignungsgebietes eine zusätzliche WEA errichtet werden. Für sie ist ein gemeinsamer Betrieb durch die WEMAG, die Gemeinde und die Fa. Naturwind (Schwerin) in Aussicht gestellt worden. Vorgesehen dafür ist eine Anlage vom Typ E141, die als Prototyp erst seit 2016 existiert und 2017 ihre Markteinführung absolvieren soll. Mit einer Nabenhöhe von 159m sowie einer Gesamthöhe von 229m erreicht sie Horizonte, in denen nur ausnahmsweise Windstille herrscht. Ihre Nennleistung beträgt 4,2 MW, d.h. bei einer durchschnittlichen Windstärke von 6,2m/s soll sie einen Jahresertrag von 13 Mio. KWh liefern. Durch spezielle Beschichtungen soll nicht nur ihr Lärmpegel geringer sein, sondern auch die Erstqualität der Rotoren länger Bestand haben. Dieser maßgeschneiderten Lösung für Schwachwindgebiete steht gegenüber, dass ab diesem Jahr nur noch Anlagen errichtet werden können, die sich in einem Wettbewerb um geringste Förderzuschüsse durchgesetzt haben. Außerdem wird die staatlich garantierte Festvergütung für erzeugten Strom durch verschiedene Regularien abgelöst, die zum Ziel haben, dass … "erneuerbarer Strom nur in der Höhe vergütet wird, die für einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen erforderlich ist"(BMWI 2017) Damit muss sich diese Anlage nach ihrer Fertigstellung 2008 den nur schwer vorhersehbaren Schwankungen von Angebot und Nachfrage stellen, so dass eine zuverlässige Risikobewertung schwer fallen dürfte. Unter diesen Umständen müssen wohl bereits in diesem Jahr die Modalitäten einer möglichen Beteiligung der Gemeinde am Betrieb dieser Anlage neu und in Abstimmung mit Kreis und Land neu durchgerechnet werden. -Unabhängig von diesen Besonderheiten steht nunmehr die Realisierung der Ausgleichsmaßnahmen an. Das betrifft für unsere Gemeinde den vollständigen Abriss und die Renaturierung des Niedermühlenkomplexes durch den Investor sowie die (freiwillige) Sanierung des ehemaligen Dorfteichareals in Redlin durch die Fa. Naturwind GmbH Schwerin (dazu den Artikel zu Redlin) hn

 

 
Orion in Siggelkow

Orion in Siggelkow! …oder doch Orient? Ganz egal! Am 18.Februar war es wieder soweit und der Suckower Carnevals Club, der SCC, verzauberte den Saal in Siggelkow für eine Nacht. Diese eine Nacht, wo manche Masken tragen, manche Masken fallen, die eine Nacht der Kussfreiheit und eines zauberhaften und heißen Programms. Der SCC hat eine Show geboten, die Bühne gerockt..atemlos durch die Nacht! Wahnsinn! Egal ob die Tanzeinlagen, die Büttenrede, ein etwas anderes Märchen oder die MiniPlayback-Show…jeder kam auf seine Kosten. Was hier abgeliefert wird ist ziemlich beeindruckend und irgendwie auch echt großes Kino. In diesem Jahr kam dazu, dass der Karnevals-Thron erstmalig einen Siggelkower Prinzen zeigte. Friedrich Lübcke und seine Mandy frönten 5 Auftritte lang der Kussfreiheit – für eine Lübcke Zuckerschnute vielleicht ein Muss?! Prinz Friedrich und Prinzessin Mandy hatten im letzten Jahr einfach unglückliche Plätze und bekamen so wenig vom Programm mit, dass sie dieses Jahr gleich auf den Thron durften. Für die neue Saison suchen die beiden übrigens Thronfolger – wer also gute Plätze sucht und alle SCCStars eh mal küssen wollte: bitte melden! Die Party wurde erneut vom SV Siggelkow organisiert und die Jungs der ersten Männermannschaft schmissen die Bar bis in die frühen Morgenstunden – großes Lob und dickes Dankeschön. Viele schöne Erinnerungen bleiben sicher noch etwas hängen und versüßen uns die Zeit bis zur nächsten Saison – wir hoffen, der SCC bleibt Siggelkow treu. In diesem Sinne: Suckow mokt Rabatz, Siggelkow mokt Rabatz und das letzte Wort des Prinzenpaares: Wie nennt man eine Blondine, die in die Steckdose fasst? Genau..Funkenmariechen

Katrin Stenzel-Pflughaupt

 

 
Brauch wir noch einen Bürgerbus?

Gebrauchen könnten wir ihn immer noch, aber die Randbedingungen für seine Anschaffung und einen wirtschaftlichen Betrieb haben sich mit der Einführung des Rufbus-Systems entscheidend verändert. Nunmehr verfügen die Einwohner unseres Gemeindegebietes täglich über 9 - 12 Möglichkeiten, die Kreisstadt (einschließlich Rückfahrt) oder einen anderen Ortsteil der Gemeinde zu erreichen. Auch die Erreichbarkeit von Lübz und Plau hat sich durch den Taktverkehr auf der Linie 77 deutlich verbessert. Durch die Verzahnung des Parchimer Stadtverkehrs mit den Haltepunkten der Rufbusse sind auch Anschlussmöglichkeiten für Einkaufs-, Behörden- oder Besuchsfahrten zwar mit einem gewissen Zeitaufwand, aber dennoch zu Preisen möglich, denen man mit kostendeckenden Nutzungsgebühren eines Bürgerbusses nicht wirklich etwas entgegen zu setzen hat. Unter diesen Bedingungen wird es schwierig, die notwendige Förderung der

Anschaffung eines eigenen Busses mit fehlender Erreichbarkeit von infrastrukturellen Einrichtungen zu begründen. Ob aber die Gemeinde oder unser Verein z.B. im Ergebnis einer möglicher Beteiligung am Windpark Redlin eines Tages so viel Geld in der Kasse hat, dass ein eigener Bus angeschafft werden kann, steht noch in den Sternen. Unser Verein hat deshalb mit den Betreibern der Tagespflege "Klönsnack" vereinbart, dass der dort noch anzuschaffende Kleinbus auch für uns für ausgewählte Fahrten (z.B. Abendveranstaltungen, Dorffeste, Veranstaltungen im Gemeindezentrum oder auf dem Sportplatz usw.) gegen die Erstattung der Selbstkosten mit genutzt werden kann. Wann diese Anschaffung aber realisiert wird, hängt vor allem von der betrieblichen und wirtschaftlichen Entwicklung der Klönsnack- Tagespflege ab. Wir werden zu gegebener Zeit über dieses Projekt weiter berichten. hn

 

 
Gelände des ehemaligen Dorfteiches in Redlin wird landschaftstypischer Biotop

In Zusammenhang mit der Planung der Ausgleichsmaßnahmen für den entstehenden Windpark Redlin sicherte die verantwortliche Planungsfirma "Naturwind Schwerin" zu, das Areal des ehemaligen Dorfteiches Redlin freiwillig und auf eigene Kosten zu renaturieren. Weil - wie sich später herausstellte - eine einfache Wiederbefüllung des ehemaligen Teiches auf Grund des abgesenkten Grundwasserspiegels nicht möglich war, wurde in einer Einwohnerversammlung dem Vorschlag zugestimmt, dieses Areal zu einem landschaftstypischen Biotop umzugestalten.

Dieses Vorhaben soll nunmehr umgesetzt werden. Es umfasst neben dem Abriss der alten Waage und der Beseitigung der Straßenschäden im angrenzenden Bereich die Umgestaltung des gesamten Bereiches zu einem typischen Ausschnitt aus der umgebenden ursprünglichen Heidelandschaft. Als besonderer "Hingucker" ist die Platzierung eines großen Findlings geplant, der an die eiszeitliche Gestaltung dieser Landschaft erinnern soll. hn

 

 
EINSATZ FÜR KINDERTAGESSTÄTTE Siggelkower stehen hinter ihrer Kita

Am Dienstagabend gehörte die Siggelkower DRK-Kita Moosterzwerge den Erwachsenen: Gut 40 Unternehmer, Eltern und Gemeindevertreter waren gekommen, um große Pläne auf den Weg zu bringen. Der großzügige Außenbereich der naturverbundenen Kita soll komplett aufgewertet und in eine wunderbare Spiel-, Lern- und Erlebnislandschaft verwandelt werden. Das alles schiebt der Elternrat an, Unternehmer, Bürger, Gemeindevertreter und Bürgermeisterin Angelika Lübcke packen mit an. Am Ende des Abends hatten schon 15 Unternehmer der 900-Einwohner-Gemeinde spontan ihre Unterstützung zugesagt.

Die Bürger demonstrieren mit ihrem Einsatz, wie wichtig ihnen die Kindertagesstätte im Ort ist. Bürgermeisterin Angelika Lübcke: „Die Kita hat sich gut entwickelt. Wir können und wollen sie erhalten.“ Der gar nicht mehr so seltene Anblick Kinderwagen schiebender Mütter und Großeltern mache Hoffnung. Ines Müller, Fachbereichsleiterin Kindertagesstätten beim DRK Kreisverband Parchim, hält Siggelkow die Treue: „Auch wenn es eine kleine Kita ist, wir springen nicht ab.“ 44 Moosterzwerge haben Platz in der hellen und freundlichen Kita, 38 Kinder, sechs Erzieherinnen und drei technische Kräfte lernen, spielen und arbeiten hier, weiß Kita-Leiterin Rita Schlotmann. Auch Mädchen und Jungen aus Parchim, Rom, Suckow, Marnitz und Tessenow haben sich für die Heimat der Moosterzwerge entschieden.

Zum Konzept der naturverbundenen Kita passen die Pläne, die nun nach und nach umgesetzt werden sollen. Der Hügel auf dem Gelände ist jetzt noch – ein Hügel. Die Eltern (und Kinder) wollen daraus eine Burg mit drei Meter langer Tunnelröhre, Kletterturm und Rutsche machen. Dafür und für die Umsetzung der weiteren Ideen haben sie bereits Vorarbeit geleistet und akribisch Materialbedarf, Technik und Kosten aufgelistet. Eine Schaukel mit einem Nestchen soll bald mehreren Kindern gleichzeitig Flügel verleihen. Geräteschuppen, Eisenbahn aus Holzstämmen und Sandkästen mit Boot und Segeldach werden weitere spannende Moosterzwerg-Erlebnisse bescheren. Das ist viel, aber längst nicht alles: Ein Amphitheater aus Holzstämmen oder Felssteinen könnte bald Kindern, Erzieherinnen, Eltern und Großeltern Theatererlebnisse bescheren. Was man heute so spielt, würde dann morgens beim Frühstück auf der künftigen Süd-Terrasse besprochen werden. Die tollen Ideen können natürlich nur Schritt für Schritt umgesetzt werden, betont Angelika Lübcke. Geld, Material, Kompetenz und Arbeitsleistung sei nötig. Die Bürgermeisterin ließ keinen Zweifel daran, dass die Bürger das stemmen werden. Der engagierte Siggelkower Dr. Heinz Niemann sagte, warum: „Ein Dorf muss so gestaltet werden, dass jeder dort wohnen möchte. Dazu gehört eine Kita und eigentlich auch eine Schule. Das Wohl der Menschen ist nicht immer das Beste für den Geldbeutel. Das hat die Politik leider noch nicht begriffen.“ Angelika Lübcke sieht die Gemeinde auf dem richtigen Weg, auch wenn die, „die ein bisschen höher sitzen, nicht auf uns hören, wenn wir kommen.“ Genau darum ergreifen die Siggelkower selbst die Initiative. Und wer am Dienstag dabei war, weiß: Sie werden es schaffen.

Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen: Zu runden Geburtstagen laden die Moosterzwerge Senioren in die Kita ein, servieren selbstgebackenen Kuchen und ein buntes Programm.

Quelle: Artikel der SVZ-Parchimer Zeitung vom 2. März 2017, Foto: Wolfried Pätzold

 

 
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