Kirchenförderverein

 

Förderverein zur Erhaltung der Dorfkirche Siggelkow


Am 13. März 2012 wurde in Groß Pankow unser gemeinnützige Verein „ Förderverein zur Erhaltung der Dorfkirche Siggelkow „ gegründet. Derzeit sind 23 Mitglieder im Verein eingetragen. Gemeinsam wollen wir zunächst dafür sorgen, dass die statischen Probleme unserer Kirche behoben werden.

Der Neubau der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Kirche erfolgte vermutlich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts (um 1680). Bei der Kirche handelt es sich um eine Fachwerkkirche in Ständerbauweise mit rechteckigem Grundriss. Im Westen schließt sich der 1796 erbaute Glockenturm an.

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Derzeit neigt sich der gesamte Bau immer weiter nach Norden und muss zeitnah stabilisiert werden. Außerdem ist der Gründungsbereich stark sanierungsbedürftig (zu 80 bis 90 %) und muss im 1. Bauabschnitt erneuert werden.

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Sockelbereich mit zersetzter Schwelle

Seit einem halben Jahr arbeitet das Architekturbüro Lemke-Uphaus aus Parchim an einem Plan für die Rekonstruktion der Kirche. Im Vorstand des Fördervereines sitzen wir regelmäßig zusammen und überlegen, welche Schritte wir unternehmen können, um das Bauprojekt voranzutreiben, Geld zu sammeln und vor allem auch das Interesse für unsere Kirche im Dorf zu fördern. Wenn man die Kirche betritt, so kann man die Problematik des Gebäudes zumindest erahnen.

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Deshalb war eine der ersten Überlegungen, die Kirche zu öffnen und die Menschen herein zu bitten. Im Sommer haben wir ein Schild „offene Kirche“ an die Straße gestellt und zu einem Besuch eingeladen. Vor allem von Besuchern und Durchreisenden wird dieses Angebot wahrgenommen. Ein Text wurde geschrieben, der die Baugeschichte der Kirche darstellt und als kleiner Führer gedacht ist.





Aktuelles vom Kirchenförderverein Siggelkow:

 

Rückblick Weihnachten und Aussicht 2014 für die Siggelkower Kirche

Wir haben es geschafft am 24. Dezember unseren Baugottesdienst zu halten!

Zu verdanken ist das vielen fleißigen Helfern aus der Kirchengemeinde um Pastorin Ulrike Kloss und aus dem Dorf. Es wurde keine Mühe gescheut, um der „Baustelle“ ein festliches Gewand zu verleihen: Alles wurde gereinigt, Stühle wurden herangeschleppt und ein Heizkörper aufgestellt, so dass der Kirchenraum zu Beginn des Gottesdienstes wohl temperiert war. Und die Gemeinde Marnitz lieh gern für dieses besondere Ereignis ihr E-Piano aus, damit der Gottesdienst auch musikalisch begleitet werden konnte. Das Krippenspiel der Kinder war ein zusätzlicher Höhepunkt. Pastorin Ulrike Kloss ging in ihrer Predigt auf den besonderen Charakter dieses Momentes am 24. Dezember 2013 ein: Ein Weihnachtsgottesdienst auf einer Kirchenbaustelle - das dürfte es in der Siggelkower (Kirchen)Geschichte wohl noch nie  gegeben haben.

Nun geht der Blick aber schon zu den nächsten Bauabschnitten. Unser Ziel für 2014 ist die Fertigstellung des 2. und 4. Bauabschnittes. Die Unterstützung im Rahmen der Städtebauförderung, die sich aber nur auf die „ Außenhaut“ von Gebäuden bezieht, soll dies möglich machen. Das bedeutet für uns das Vorziehen des 4. BA Turm zusammen mit dem 2. BA Dach. Natürlich müssen dabei schon unsere Wünsche für den weiteren Innenausbau berücksichtigt werden.






Rückblick Frühjahr 2014

Wie geht es weiter mit unserer Kirche? Als nächstes wird am Giebel „ gewerkelt“. Er ist schon eingerüstet und die Zimmerleute tauschen verschlissene Balken aus, damit die Maurer die Gefache neu ausmauern können.

Aber es wird nicht nur gearbeitet sondern auch gefeiert. Am 05.04.2014 fand unser schon traditionelles Frühlingsfeuer statt. Alt und Jung, Gäste und Einwohner trotzten dem Nieselwetter und hatten einen schönen Abend bei Musik, Glühwein und Bier. Für das leibliche Wohl sorgten viele fleißige Helfer. Überhaupt die Helfer! Im Voraus wurde Holz gesammelt, ein Zelt aufgebaut, Musik organisiert…. Am Abend sorgte dann die Feuerwehr für das Feuer. Bilder von unserem „ Gemeindefotografen“ mittels Beamer machten den bisherigen Bauverlauf sichtbar. Der Reingewinn des Abends kommt in die Baukasse.























Die Augen der Kirche

Nun ist wieder ein Abschnitt geschafft. Unsere Kirche hat Ihre Fenster, schön saniert, wieder, die unteren Gefache sind saniert und der Giebel kann sich mit seinem schönen Muster sehen lassen. Die Fenster müssen aber für den 2.Bauabschnitt provisorisch erneut verschlossen werden. Gleiches gilt für die neue Seitentür, die meines erachtens gut geworden ist. Dank an alle Handwerker!


 

Baugottesdienst am Heiligabend (24.12.2014)





Am Heiligabend fand unser Baugottesdienst statt. Zahlreiche Helfer hatten in der Kirche aufgeräumt, die Bänke aufgestellt, den Weihnachtsbaum geschmückt, das Krippenspiel vorbereitet und mit Kerzen eine angenehme Atmosphäre geschaffen. Viele Einwohner fanden den Weg in die Kirche und konnten sich auch vom Baufortschritt überzeugen. Ein Dank gilt auch den Krippenspielkindern.

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Baueinsatz vom 7. März 2015

Am Sonnabend, den 7. März 2015 trafen sich einige Mitstreiter um Hartmut Muchow und Tim Hoffmann in der Kirche um die alte Farbe von dem innenliegenden Fachwerk abzukratzen. 14 Arbeitsstunden konnten wieder verbucht werden. Dank den Helfern!

Zum Teil waren die Gefache schon mit Lehm verputzt. In den nächsten Tagen wird die Firma Rogmann daran weiterarbeiten.

Parallel dazu wird der Grundbalken des Turmes entgegen der ursprünglichen Planung vollständig ausgetauscht. Schäden am Grundbalken an der Nordseite zeigten sich erst bei der neuen Untermauerung.

 















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Baueinsatz vom 13. August 2015

Am 13.08.2015 trafen sich einige Sportfrauen und Einwohner zur Grundreinigung des frischgemalerten Kirchenschiffs. Der 2. Bauabschnitt ist bis auf ein paar Restarbeiten vor dem Turmeingang abgeschlossen und wir hoffen auf einen baldigen Beginn des 3. Bauabschnitts. Dieser beinhaltet im wesentlichen Arbeiten an der Empore, den Bänken, der Heizung, eines kleinen Gemeinderaumes unter der Empore und dem Einbau einer kleinen Teeküche sowie eines WC im Turmbereich.
Viele Einwohner haben schon an der Kirche. und der Friedhofspflege mitgeholfen.
Allen ein herzliches Dankeschön!

 





































Glockengeschichten

 

Seit einem Jahr finden zu unserer großen Freude wieder Gottesdienste in der rekonstruierten Siggelkower Kirche statt. Auch als Ort für Filmabende, Konzerte und geselliges Beisammensein hat sich das schöne Gebäude bewährt. Und trotzdem ist der Bauförderverein nicht untätig geworden, denn es fehlt noch eine große Glocke. Im Jahr 1797 wurden nach Errichtung des neuen Glockenturms zwei (!) Glocken installiert. Man kann bis heute die originale Aufhängung von 1797, das sogenannte Joch, bewundern. Ein mächtiger Eichenklotz weist auf die ursprüngliche Größe der ehemals vorhandenen Glocke hin. Das Verschwinden dieser Glocke ist eng mit den Ereignissen der beiden Weltkriege verbunden. Denn mit Bekanntmachung vom 1.3.1917 wurden in den Kirchen z.B. alle Gegenstände aus Aluminium und Bronze für die Kriegsindustrie beschlagnahmt. Auch unsere große Glocke wurde im Verlaufe des Jahres 1917 abgenommen und eingeschmolzen. Der Grund für das Einschmelzen bestand auch darin, dass das Glockenmetall zu etwa 15 Prozent Zinn enthielt. Dieses Metall wurde dringend für den Bau von U- Booten benötigt.

Im Herbst 1928 sammelte die Kirchgemeinde Geld für eine neue große Glocke. Die Siggelkower waren sehr freigiebig und so wurde die Finanzierung einer 700 Kilogramm schweren Glocke möglich. Diese Glocke wurde in Apolda gegossen und traf im Januar 1929 hier ein. In der Zeitung stand damals u. a. : „Als das Gefährt in die Nähe des Dorfes kam, läutete die kleine, vom Krieg verschonte Glocke. Es war Jubel und Freude, die ihr Schall verkündete, denn sie soll nun nicht mehr einsam und traurig allein im Turm hängen, sondern eine große Schwester neben sich haben.“

Die Freude über die große Glocke währte nicht lange. Die Katastrophe des 2. Weltkrieges nahm ihren Lauf und erreichte natürlich auch Siggelkow. Zu den Auswirkungen gehörte u.a., dass wieder Meldebögen über die Bronzeglocken in Kirchen ausgefüllt werden mussten. Am 5.5.1940 erhielt die große Siggelkower Glocke die Einstufung „A“. Das bedeutete, dass sie sofort abzuliefern und einzuschmelzen war.

Und deshalb fehlt seit fast 80 Jahren eine große Glocke. Es ist uns wichtig, das Geläut wieder zu komplettieren, damit der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt wird. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass dieses Projekt sehr viel Geld kosten wird.

20 000€ sind für den Guss, die Montage und die Läuteanlage veranschlagt worden. Wenn Sie sich mit einer Spende an dieser Aktion beteiligen möchten, würden wir uns sehr freuen.

Bauförderverein Kirche Siggelkow

Kontoinhaber: Gabriele Zwerschke

IBAN: DE37 1405 1362 1600 0566 24

Kennwort: Glocke


Im Januar 2018 erschien in der Zeitschrift "Publik-Forum" eine Extraausgabe mit einem Artikel über die Siggelkower Glocken. Sie können ihn sich hier als PDF-Datei anschauen. Vielen Dank an www.publik-forum.de und Josefine Janert für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

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Jubiläum als Fest des Kirchenliedes

Artikel der SVZ - Parchimer Zeitung vom 30. Oktober 2017

https://www.svz.de/lokales/parchimer-zeitung/jubilaeum-als-fest-des-kirchenliedes-id18189881.html

 

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Für die Rekonstruktion der Siggelkower Dorfkirche ist der Kirchenförderverein für jede Spende auf das nachfolgende Konto dankbar.

Kontoinhaberin: Gabriele Zwerschke
Kontonummer: 1600056624
Bankleitzahl: 14051362
Bank: Sparkasse Parchim-Lübz


Als Ansprechpartnerin steht Ihnen die Vorsitzende des Kirchenfördervereins, Frau Gabriele Zwerschke, gerne zur Verfügung.